Am Anfang war der Wunsch nach…

/ Februar 13, 2021/ Neues aus dem Meeting

dem Ende des Leids, nach Genesung, nach Befreiung, nach Liebe und einem Wertgefühl, nach Frieden, Gelassenheit, Geborgenheit und vielleicht sogar ein wenig Glück.
Das sind ja nun mehr als 3 Wünsche… mehr als 3 Haselnüsse… mehr als ein Flaschengeist erfüllen möchte.

Einige Wünsche werden auch schnell und einfach erfüllt, doch die letzte Wunscherfüllung verlangt von dem Helden große Anstrengungen, es gibt Verletzungen oder gar lebensbedrohliche Situationen. Die Hochmutigen lernen, die Guten werden belohnt, die ganz Bösen verjagt. Es gibt Hexen, böse Zwerge, strenge Väter, kaltherzige Stiefmütter, ungleiche Brüder und neidvolle Schwestern. Und immer wieder neue Hindernisse und Herausforderungen. Lüge, Furcht und Zweifel werden überwunden und am Ende siegt die Liebe.

So manches Märchen zeigt, gnadenlos auf den Punkt gebracht, coabhängige und narzistische Strukturen. Aber es sind nicht immer die Anderen. Gibt es da eine Figur, die durch und durch, von Anfang an “gut” war? Die selbst keine Wandlung durchmachen musste? Die zum Beispiel eigenen Grenzen wahrte, sich nie distanzieren wollte, gleich vergeben konnte und sich nie besser als die “Bösen” hielt? Wurde die moralische Keule nicht mit einem überheblichen Schwung eingesetzt? Gibt es eine Figur, die nicht als Opfer oder Täter in die Geschichte startete?
Und welche unerschütterliche Kraft begleitet die Figuren auf dem Weg zu ihrem Glück? Was treibt sie, was lässt sie durchhalten, wer oder was zeigt den Weg?

Ganz gleich, welche Pfade, welche Bilder, welche Methoden wir uns aussuchen auf dem Weg unserer Genesung, eine Wandlung steht uns bevor. Egal, mit welchem Grundgefühl wir starten, wir machen uns auf den Weg zur Wunscherfüllung. Gewiss wird der Weg steinig sein und manchmal länger, als wir uns das vorgestellt haben. Wir werden viel erleben und dabei erkennen, was uns die Stärke und innere Ruhe gibt. Wir werden Rückschläge erleben, doch sie werden uns nicht mehr so viel anhaben können, denn Schritt für Schritt verändert sich die jeweilige Ausgangslage.

Und was hat es mit den 12 Schritten zu tun? Erwartet uns hier eine märchenhafte Genesung? Ist das Programm eine Anleitung zum Glück? Ein Held, der uns aus dem 100jährigen Schlaf erweckt?

Möglicherweise werden dich die Ehrlichkeit und Offenheit im Teilen der Meetingsmitglieder berühren, möglicherweise wird die Reichhaltigkeit des Erlebten dich überwältigen, möglicherweise werden dich die Sichtweisen der Anderen inspirieren. Möglicherweise werden die geteilte Erfahrung, Kraft und Hoffnung dir die Kraft zum Erkennen, Wandeln und Durchhalten geben. Möglicherweise geben dir die 12 Schritte und die 12 Traditionen einen Halt für den Alltag, der um so stabiler ist, je tiefer du sie mit der Zeit für dich begreifst.

Natürlich gilt es selbst auszuprobieren, was möglicherweise in einem Meeting passiert 🙂

Gute 24 Stunden
kommt wieder, es wirkt!
Isabella