Immer wieder anders! Ein Schrittemeeting

/ Januar 10, 2021/ Neues aus dem Meeting

Neues Jahr, neue Runde, also der 1. Schritt. Für manche war der Text aus dem Arbeitsbuch ganz neu. Andere haben bereits in diesem Schritt gearbeitet, sogar mehrmals. Es ist faszinierend, wie sich die Bedeutung, die Tiefe des eigenen Verständnisses und auch die Erkenntnis der Anwendung des Schrittes im Laufe der Zeit ändert. “Manche Sätze standen doch letztes Jahr noch nicht drin! 🙂 ”

Wird eines Tages dieser Effekt ausbleiben?
Werden wir eines Tages sagen können “den Schritt habe ich erledigt und brauche nicht mehr daran zu denken” ?

Nun ja, abgesehen davon, dass es an uns selbst liegt, ob wir die Schritte und die Traditionen in unser Leben integrieren können, hoffe ich, dass der Genesungsweg weiterhin neue Einsichten und Erkenntnisse bringt.

Als ich mich zum ersten Mal mit dem 1. Schritt beschäftigt habe, war die Kapitulation im Fokus. Genauer gesagt, der Gedanke: ist Kapitulation gleich zu setzen mit Resignation? Das machte mir Angst und ich habe Blockaden aufgebaut. Beim nächsten Mal, war der Teil “über andere Menschen” dran. Dies brachte mir Entspannung und die Freude darüber, dass ich nun ein wenig mehr verstanden habe, brachte sogar Hochmut mit “ich weiß es jetzt!” Dann war der Bezug von “keine Macht” plötzlich nicht nur zu meinen Kontrollversuchen, sondern auch zu meinen Hilfsaktionen herzustellen. Ebenso zu Diplomatie, Konfliktscheue, Überstunden, Überforderung, Grenzenlosigkeit… usw., welche die kleinen Schwestern von Manipulation sind. Dies war erschütternder als der Erstkontakt mit dem 1. Schritt und brauchte mehr Zeit für die Verarbeitung.
Zum Glück sind mit der Zeit meine Selbstannahme und Selbstakzeptanz und Gnade und Vergebung gewachsen, denn nun hat der Schritt mit mir zu tun. Über welche Gedanken, Gefühle oder Muster habe ich keine Macht?”

Wie ist Deine Herangehensweise an den 1. Schritt? Ist es ein gesonderter Arbeitsgang in stiller Stunde? Gefüllt mit empfohlener Literatur, Berichten von erfahrenen 12-Schrittlern, aufgeschriebenen eigenen Gedanken?
Oder schaust Du täglich auf die aktuellen Geschehnisse und fragst Dich, was der 1. Schritt damit zu tun hat? Ist er nur auf “andere Menschen” anwendbar oder auf unsere eigenen Verhaltensmuster? Oder sogar Beides 🙂 ?

Wie tief, wie schnell, wie ausführlich auch immer die Beschäftigung mit dem 1. Schritt uns gerade möglich ist, wir haben alle Zeit der Welt dafür. Jeder kann im eigenen Tempo und auf eigene Weise die Wege des Programms beschreiten. Wir sind zu CoDA gekommen, um nur einer Person zu helfen: uns selbst.

Gute 24 Stunden
kommt wieder, es hilft!
Isabella