Nehmen wir doch mal an…

/ Dezember 12, 2020/ Neues aus dem Meeting

…wir würden weniger, bis gar nicht leiden, wir würden uns über eine Situation nicht ärgern, wir würden keine Enttäuschungen in der Partnerschaft erleben…

Nehmen wir doch mal an, wir würden annehmen können.
Wir nehmen an, was ist: das Ende der Partnerschaft, den Verlust des Jobs, die eigene Erschöpfung, eigene Fehler, fremde Fehler, eigene Wünsche, fremde Wünsche, den Frost, den Wind, den kaputten Reifen…

Nehmen wir mal an, dass der Wunsch nach Eigenverantwortung und -versorgung häufig mit den Werkzeugen: Kontrolle, Manipulation, Kritik, Perfektionismus, Absicherung, Forderungen und Überforderungen umgesetzt wird.
Bedeutet es dann, wenn es nicht so läuft, wie von uns geplant, gewünscht, gedacht – dass wir eine persönliche Niederlage erleben?

Nehmen wir an, so rein theoretisch, dass Annahme an sich, so was wie “absolute Gehorsamkeit” gegenüber der Höheren Macht, des Schicksals, des Karmas… bedeutet.
Was löst diese Beschreibung in Dir aus?

“Aber, ich muss doch… ”
Halte bitte kurz inne…. an dem Punkt des Erkennens, was ist, schau, wo die Sonne steht, schau auf den Boden, wo Du gerade stehst und prüfe, ob die Sonne dort steht, wo sie eben noch zu sehen war…

Mir fällt gerade nichts ein, was sich nicht ändert, was genauso ist, wie gestern, vor einem Jahr… Und es gibt Menschen, die sagen, dass dies sowohl ein physikalisches als auch spirituelles Gesetz ist.
“Das einzig Unveränderbare ist die Veränderung”

Wie kommen wir dann auf die Idee, wir könnten an irgendetwas festhalten? wir könnten uns mühsam einrichten und dann hoffen, dass es so bleibt? wir könnten uns in irgendeinerweise die ständige Umstellung auf neue Umstände sparen?

Nehmen wir doch mal an, wir würden uns den Augenblick der Annahme genauer anschauen, die Frage “und was jetzt?” zunächst beantworten, wie sie gestellt. Und zwar bevor wir daraus ein “und dann?” gemacht haben.

Vielleicht würden wir dann mit der Annahme gar nicht mehr hadern, vielleicht würden wir dann keine Zeit mehr investieren in Festhalten, Kämpfen, Trauern, Grollen, das Rad der Zeit zurückdrehen wollen…
Und hätten wir dann mehr Kraft, Zeit und Lust sich dann wirklich auf die Veränderung einzustellen?

Nehmen wir doch mal an, dass eine Annahme so einfach ist, wie die Feststellung, dass es ist.

Gute 24 Stunden
Isabella