/ Oktober 12, 2020/ Neues aus dem Meeting

Schritt 3 – “Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Obhut Gottes – wie wir Gott verstanden – anzuvertrauen.”

Mit welchem Eigenbild übergebe ich mich der Obhut Gottes?

Welche Bedingungen “muss” ich erfüllt haben, damit Gott sich um mich kümmert? Bin ich es wert, dass Er sich meiner annimmt? Welche Schuld muss ich abtragen, welche Fehler muss ich wiedergutmachen, welches Verhalten muss ich ändern, bevor ich mich meiner Höheren Macht anvertraue? Welche Kraft und welche Disziplin muss ich aufbringen um mich würdig an Gott zu wenden?

Keine.

An welchem Punkt in meinem Leben fasse ich den Entschluss, meinen Willen und mein Leben “an Gott abzugeben”? Wie verzweifelt muss ich sein, wie geschwächt und ausgelaugt muss ich sein oder wie brav, stark und erfolgleich darf ich sein, damit ich die Verantwortung für mein Leben nicht gleichsam mit dem 3. Schritt an den Nagel hänge?

An jedem Punkt, in jeglichem Zustand.

Vielleicht ist die Selbstannahme, heute, mit all unseren Möglichkeiten, mit allen unseren Verfehlungen, Hürden, Hindernissen und Erfolgen, ein ganz guter Weg, sich mit dem 3. Schritt auseinander zu setzen.
Vielleicht, wenn wir akzeptieren, dass wir für den Moment unsere Möglichkeiten ausschöpfen und damit zulassen, dass es nicht nur ausreichend, sondern sogar das Beste ist, was wir geben, können wir akzeptieren, dass unsere Höhere Macht für uns sorgt.

Möglicherweise hat die Höhere Macht ein ganz anderes Wertesystem, verlangt nicht nach “müsste”, “sollte”, “dürfte”, erwartet nichts von uns, ist nicht enttäuscht oder verletzt, sieht uns nicht als Versager oder Sieger an.

Möglicherweise nimmt Höhere Macht uns einfach an. So wie wir sind, bedingungslos. Könnten wir uns dann nicht auch so annehmen? Uns liebevoll anschauen, gnädig gegenüber Anforderungen behandeln, herzlich loben bei den kleinsten Erfolgen?

Möglichwerweise bedeutet dann der 3. Schritt nicht die Abgabe der Verantwortung für das eigene Leben, sondern ein Ende von Manipulation, Kontrolle und Angst.

Im Vertrauen, dass Etwas anderes, Etwas kraftvolleres, Etwas gütiges und liebevolles uns die Hinweise zum Genesen flüstert.

Gute 24 Stunden
kommt wieder, es wirkt!
Isabella