/ Juni 29, 2019/ Neues aus dem Meeting

7. Jede CoDA-Gruppe sollte sich ganz selbst unterhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen .”

Zugegebenermaßen dachte ich “was soll ich zu diesem Thema teilen? Kann ich in einem Satz zusammenfassen, ist doch klar…!”
Und dann war das Arbeitsbuch von CoDA.

“Warum schade ich dem Meeting, wenn ich zu viele Dienste übernehme?”

Ist es so, dass wir im Programm lernen, respektvoll und liebevoll uns auf Augenhöhe zu begegnen, am Arbeitsplatz jedoch andere Vorgaben herrschen? Konkurrenz, Hierarchie, Leistung?
Die Frage “Warum schade ich dem Unternehmen, wenn ich zu viel Arbeit übernehme?” wirkt fast schon absurd…

“Was hat die Übernahme eines Dienstes im Meeting mit Selbst-Unterhaltung zu tun?”

Gerade in CoDa, wo Helferitis und Opferose ihren 12.Schritte-Walzer tanzen, wo Flucht und Sucht Hand-in-Hand das Gelassenheitsgebet sprechen, wo die Manipulation der eigenen Kapitulation einen Strick dreht – gerade hier wollen wir keine Verpflichtungen eingehen, keine Versprechen machen, die Freiheit uns erhalten zum Meeting zu gehen oder auch nicht, die Unabhängigkeit spüren zu einem andern Meeting gehen zu können. Jederzeit.
Raus aus der Coabhängigkeit.

Wenn das Meeting ein Werkzeug der Genesung ist, und ich kann mich nicht um das Meeting kümmern…
Wenn mein Arbeitsplatz ein Werkzeug der Unabhängigkeitswährung ist, und ich kümmere mich nicht um die Bedingungen meiner Arbeit….

…wie viel Selbst-Unterhaltung habe ich in dieser Unabhängigkeit?

Ich bin sehr dankbar für dieses Meeting.
Offenes und emotional präsentes Teilen kann aufwühlen, kann müde machen, kann Tränen fließen lassen. Und ein Wort kann den ersten Dominostein umwerfen auf dem Weg zum….
…zweiten Dominostein.

Gute 24 Stunden
komm wieder, es wirkt!
Isabella