/ Juni 15, 2019/ Neues aus dem Meeting

” 12. Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an andere Co-Abhängige weiterzugeben und in allen unseren Angelegenheiten danach zu leben.”

Diese Botschaft.

Nachdem.

Andere Co-Abhängige.

Versuchten wir.

Spirituelles Erwachen.

Und dann, im Nachmeeting, im Gespräch, im Dialog, wurde über die Art des Teilens (Sprechens) in den 12 Schritte-Gruppen gesprochen. Anders als in den anderen Selbsthifegruppen, gar einzigartig, zunächst ungewohnt, für Einige nicht passend: das Teilen ist ein Monolog, nach Möglichkeit auf 3 bis 4 Minuten begrenzt.

Wir lernen schon beim ersten Meetingsbesuch, dass wir während des Teilens nicht unterbrochen werden, dass unsere Sichtweisen, Erfahrungen und Erlebnisse nicht bewertet werden, dass unsere Gefühle nicht in Frage gestellt oder gar ausdiskutiert werden.
Für viele Schrittefreunde ist diese Regel ein Tor zum Öffnen 🙂

Wir lernen, dass wir nicht “auf einen Beitrag” antworten, sondern eigene Erfahrungskarten zum Thema auf den Tisch legen. Wir lernen keine Trumpfkarten mit Lösungsvorschlägen oder Ratschlägen auf die anderen Karten zu legen.

Die Fragestellung: “Wie macht Ihr das?”, “Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Problem?” hat eine ganz andere Basis, andere Wirkung und anderes Selbst(wert)gefühl als “was soll ich tun?”
Oder?

6. Ich lerne, mich ebenbürtig mit anderen zu sehen. Meine neuen und erneuerten Beziehungen sind durchweg auf Augenhöhe. (12 Versprechen)

Wäre ein tiefes Gefühl der Ebenbürtigkeit, und wenn es nur ein Sekundenbruchteil lang dauert, ein kleines spirituelles Erwachen?

Könnten wir ein tiefes Gefühl der Ebenbürtigkeit bekommen, wenn wir hören würden: “arbeite an den 12 Schritten, dann wirst du spirituell erwachen!”
Wirklich?

Irgendwie leben wir schon seit dem ersten Meeting den 12 Schritt, findest Du nicht?

Gute 24 Stunden…
“Komm wieder, es funktioniert!”
Isabella